postheadericon Begriffsklärung: Skoliose

Eine Skoliose ist die Seitenverbiegung der menschlichen Wirbelsäule. Bei einer Skoliose tritt gleichzeitig eine Rotation, also eine Verdrehung der Wirbel auf. Diese können in der Regel nicht mehr durch die vorhandene Muskulatur aufgerichtet werden. Die Wirbelsäule bei einer Skoliose ist durch mehrere gegenläufige Bögen gekennzeichnet, die sich gegenseitig kompensieren, damit das Körpergleichgewicht aufrechterhalten werden kann.

Pathogenese
Die idiopathische Skoliose entsteht, wie der Name bereits sagt, ohne bekannte Ursache und verstärkt sich in der Regel während pubertärer Wachstumsschübe. Eine genetische Komponente wird hier nicht ausgeschlossen. Neuropathische und myopathische Skoliosen sind auf ein muskuläres Ungleichgewicht zurückzuführen. Bei kongenitalen, also angeborenen Skoliosen und auch bei iatrogenen, also durch ärztliche Eingriffe verursachte Skoliosen, führt eine strukturelle Schädigung der Wirbel zu der Fehlstellung.

Wirksame Skoliose Therapien
In Deutschland gibt es drei Möglichkeiten wirksame Skoliose Therapien anzuwenden. Bei leichten Krümmungsgraden bis etwa 40° Cobb wird in den meisten Fällen Physiotherapie verordnet. Bei progredienten Skoliosen im Wachstumsalter von mehr als 20° Cobb wird häufig eine Orthesenbehandlung, also eine Korsetttherapie angestrebt. Erst nach dem Versagen dieser konventionellen Behandlungsmethoden wird eine Operation durchgeführt.